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Rechte Gefühle - Affekte und Strategien des digitalen Faschismus
25.02.2026, 19:00 Uhr, Online
In der Online-Diskussionsreihe "Radikal Rechte Refugien", werden unterschiedliche Subkulturen und Anknüpfungspunkte radikal-rechter Akteur:innen diskutiert. In jeder Sitzung wird eine Lebenswelt radikal-rechter Akteur:innen gesondert behandelt. Ziel ist es dabei, ein tiefgreifendes Verständnis der diversifizierten radikal-rechten Strukturen, Strategien und Ideologien zu entwickeln, um demokratie- und menschenfeindliche Akteur:innen sowie deren Ideologiefragmente besser erkennen und entgegentreten zu können. Zu Beginn der Reihe untersucht Dr. Simon Strick die affektiven Strategien rechter Akteur:innen.
Dem Faschismus geht es gut - er ist Meme, Konsumgut und Gefühlswelt geworden. Seine Gewaltträume und Männerphantasien finden im Netz ein perfektes Biotop. Rechte Agitator*innen schaffen marktfähige Gefühlsmuster, die von YouTube und den Parlamenten bis auf die Straße reichen. Sie bauen anziehende Gegenrealitäten - und gewinnen damit Wahlen, Follower und Publikum. Von GamerGate bis Halle, "großer Austausch" bis "Corona-Lüge" - Simon Strick untersucht in seinem Vortrag die affektiven Strategien rechter Akteur:innen. Zahlreiche Analysen zeigen, wie sie Gefährdungsgefühle für Weiße und Männer populär und anschlussfähig machen: Dieser Faschismus spricht die Sprache der Risikogesellschaft und manipuliert effektiv demokratische Öffentlichkeiten. Distanzierung ist kein Mittel gegen diese rechte Gefühlsrevolution. Auf Rechte Gefühle muss kollektiv und affektiv geantwortet werden.
Dr. Simon Strick leitet das Projekt "Digital Blackface. Rassisierte Affektmuster des Digitalen" an der Universität Potsdam, zuvor war er als Genderforscher und Medienwissenschaftler am ZeM tätig. Er hatte Positionen u.a. an FU Berlin, Universität Paderborn und University of Virginia inne. Seine Forschungs- und Lehrtätigkeit konzentriert sich auf Gender- und Rassismustheorien, Populäre Kulturen, Affect Studies, Medien- und Kulturanalyse. Mit Susann Neuenfeldt und Werner Türk gründete er 2009 das Performancekollektiv PKRK.
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Solidarmodell
Im Solidarmodell kalkuliert die Domberg-Akademie eine empfohlene Teilnahmegebühr.
Um allen Interessierten die Teilnahme an den Angebote offen zu halten, ist es möglich, die Veranstaltung kostenfrei oder ermäßigt zu besuchen.
Wem es möglich ist, andere Teilnehmende mitzufinanzieren, kann freiwillig mehr bezahlen.
Die Online-Reihe "Radikal Rechte Refugien" wird von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke e.V. (AKSB) ist anerkannter Träger der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Domberg-Akademie ist Unterträger der AKSB.
Moderation: Martin Stammler & Kai Kallbach
Kontakt
Für Veranstaltungen der Domberg-Akademie:
Dr. Claudia Pfrang
Projektverantwortung
cpfrang@domberg-akademie.de
Tel.: 08161/181-21 94
Kai Kallbach
Bildungs- und Beratungsanfragen
kkallbach@domberg-akademie.de
Tel.: 08161/181-21 66
Für Veranstaltungen der Akademie CPH:
Dr. Siegfried Grillmeyer
Projektverantwortung
grillmeyer@cph-nuernberg.de
Tel.: 0911/23 46-1 19
Martin Stammler
Bildungs- und Beratungsanfragen
stammler@cph-nuernberg.de
Tel.: 0911/23 46-1 44